Kantone - Unterwalden
Die Halbkantone Obwalden und Nidwalden bilden zusammen den Urkanton Unterwalden, der 1291 zu den drei Kantonen gehörte, die gemeinsam die Eidgenossenschaft begründeten.
Sowohl Ob- als auch Nidwalden waren ursprünglich hauptsächlich von Landwirtschaft geprägt. Noch heute hat sie zusammen mit der Käse- und Fleischproduktion sowie der Holzwirtschaft
einen nicht unerheblichen Anteil an der Wirtschaft, wobei Handel, Dienstleistungen und auch Industrie einen immer größeren Stellenwert einnehmen. Das gilt vor allem für Obwalden, das sich
aufgrund der Steuersätze und nicht zuletzt auch aufgrund der Lage im Zentrum der Schweiz als idealer Standort für viele Unternehmen erwiesen hat. Die Geographie von Ob- und Nidwalden macht
den Ur-Kanton Unterwalden auch für den Tourismus interessant.
Nidwalden profitiert vor allem von seiner durch Gebirge geprägten Umgebung und den Vierwaldstättersee, der an den 276
Quadratkilometer großen Halbkanton angrenzt. Damit gehört das knapp 40.000 Einwohner zählende Nidwalden zu den ganzjährig gut besuchten Urlaubsgebieten der Schweiz. Bannalp, Titlis
Gletscher, Klewenalp und das Stanserhorn sind nur einige Gebiete, die sich für eine Reise anbieten. Auch in Obwalden – 491 Quadratkilometer mit knapp 33.000 Einwohnern – ist das Potential
für den Fremdenverkehr groß. Hier sehen bislang vornehmlich die landwirtschaftlichen Betriebe eine zusätzliche Einnahmequelle, etwa mit Urlaub auf dem Bauernhof.