Flüsse - Thur
Ihren natürlichen Lauf hat die Thur wie andere Flüsse in der Schweiz vor rund 100 Jahren eingebüßt. Die Entscheidung, das Flussbett einzudämmen und die Mäander zu begradigen, war aus
heutiger Sicht nicht die beste. Das zeigte sich spätestens nach den Höchstständen der Thur, die Dämme brechen ließen und für Überflutungen sorgten. Seit zehn Jahren ist man nun bemüht, dem
Fluss mehr Freiraum zu geben, die Wasserqualität zu verbessern und Raum für das Wasser zu schaffen, wovon auch die Natur mit neuen Lebensräumen profitieren soll. In diesen Punkten sich die
Kantone Thurgau, Zürich und St. Gallen, welche die Thur auf ihrem Weg in den Rhein kreuzt, einig. Die Thur ist mit ihren 130 Kilometern einer der längsten Flüsse der Ostschweiz.
Der Name,
übersetzt „die Eilende“ passt zum Fluss, dessen Ursprung bei Unterwasser liegt. Er setzt sich aus Säntisthur und Wildhauser Thur zusammen und passiert dabei zwei Wasserfälle. Das Toggenburg
unter anderem mit Oberbüren, Bischofszell, Frauenfeld, Flaach und letztlich Ellikon am Rhein sind nur einige Stationen entlang des Flusslaufs der Thur. Unterwegs wird sie von einer Reihe von
Nebenflüssen gespeist: Wissthur, Luteren, Dietfurterbach, Necker, Gonzenbach, Uze, Glatt, Sitter, Giessen, Chemibach und Murg.