Flüsse - Rhone



Es gibt kaum einen Fluss in der Schweiz – bis auf die Gewässer aus dem Engadin und dem Tessin –, der nicht in die Rhône oder aber den Rhein mündet. Schon daran lässt sich die große Bedeutung der Rhône für die Eidgenossen ablesen, nicht nur im Bezug auf die Entwässerung. Der Weg, den die Rhône durch die Schweiz zurücklegt, ehe sie über die Grenze nach Frankreich in das Mittelmeer fließt, beträgt 264 Kilometer. Ihre Quelle befindet sich im Gotthardmassiv. Sie entspringt auf einer Höhe von 2.200 Metern im Rhônegletscher und bahnt sich von hier aus ihren Weg durch den Kanton Wallis. Auf 120 Kilometer Länge zieht sich die Rhône durch das Längstal des Wallis. Es geht vom Furkapass bis Martigny. Von hier aus fließt die Rhône nach einem 90-Grad-Bogen in den Genfersee, wo sie am westlichen Ende ihren Weg bei Genf fortsetzt.

Um eine Bewirtschaftung der Flächen gewährleisten zu können und sich vor Überschwemmungen abzusichern, gab es einige Korrekturen im Rhôneverlauf. So wurde der Fluss von 1863 bis 1893 in ein Flussbett umgelegt, später die Dämme erhöht. Geplant ist eine weitere Korrektur, bei der das Augenmerk nicht nur auf der Sicherheit, sondern auch der Natur liegt. Bekannt ist das Rhônetal vor allem für seine sehr guten klimatischen Verhältnisse, die dem Obstanbau und auch dem Weinbau zugute kommen.