Seen - Genfersee



Mit einer Fläche von insgesamt 582 Quadratkilometern ist der Genfersee der größte See in der Schweiz. Allerdings befinden sich davon 348 Quadratkilometer auf schweizerischem und 234 auf französischem Gebiet. Im Süden des bis zu 310 Meter tiefen Sees liegt Genf, im Norden Lausanne. Montreux, Vevey und Evian sind weitere bekannte Orte an den Ufern des Sees. Die Rhône ist der wichtigste Zufluss für den Genfer See. Sie mündet in Le Bouveret in das Binnengewässer und fließt später bei Genf weiter zum Mittelmeer. Die Zeit, die das Wasser braucht, diesen Weg durch den See zurückzulegen, wird auf über elf Jahre geschätzt. Weitere Zuflüsse sind Venoge, Dranse und Aubonne. Der eigentliche Name des Genfer Sees, Lac Léman rührt vom lateinischen Namen der Landschaft und auch des Kantons Waadt her, die als Lemanus oder Lemannus bezeichnet wurden.

Spielte früher die Fischerei eine nicht unerhebliche Rolle für die Menschen, die am See lebten, ist sie mittlerweile eher zweitrangig. 160 Berufsfischer sind noch aktiv. An Bedeutung gewonnen hat dafür der Tourismus. Das gilt nicht nur für die Personenschiffe und die Schaufelraddampfer, die Ausflüge anbieten, sondern für das gesamt Gebiet des Genfer Sees. Wassersport spielt dabei sicherlich eine große Rolle, doch auch Aktivitäten im Umland wie Mountainbiking machen die Region um den See für Touristen interessant.