Flüsse
Wasser ist wichtig. Deshalb sind viele Siedlungen an Flüssen entstanden. Sind die Flüsse groß genug, können sie für den Transport genutzt werden. Teils ist Fischfang möglich. Hausfrauen haben
hier ihre Wäsche gewaschen. Heute zählen diese Faktoren nicht mehr. Energiegewinnung aus der Kraft des Wassers hingegen ist ein Thema, das nicht an Aktualität verloren hat. Mühlen, Säge- und
Hammerwerke nutzten das Wasser für sich. Inzwischen sind es Wasserkraftwerke, die immerhin 60 Prozent der Stromproduktion der Schweiz ausmachen. Daher sind die Flüsse so wichtig für das
Land, natürlich auch für die Landwirtschaft. Das Problem: Viele Fließgewässer der Schweiz wurden verbaut oder begradigt.
Jetzt gehen viele Kantone einen Schritt zurück und setzen neben der
natürlichen Stromerzeugung auch wieder auf die Natur. Bestes Beispiel dafür ist die Thur. So bleiben die Regionen um die Flüsse wie im Rhônetal Erholungsgebiete und laden ein, entlang der Ufer
Spazieren zu gehen. Immerhin stammen die beiden großen europäischen Flüsse Rhein und Rhône aus der Schweiz. Sie gehören mit der Aare, der Reuss, der Linth, der Saane, der Thur und dem
Inn zu den längsten Flüssen der Schweiz, deren Einzugsgebiete von über 36.000 Quadratkilometer (Rhein) bis zu 2.150 Quadratkilometer (Inn) reichen.