Das Blumenstein Museum in Solothurn
Regen prasselt gegen die Fensterscheiben. Nicht unbedingt die schönste Art, morgens geweckt zu werden. Aber nach ein paar Tagen mit viel Sonnenschein in Solothurn sollte man
sich nicht beschweren. Schließlich gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung. Wir nehmen uns den Reiseführer und finden auch gleich ein Ziel, das uns interessiert.
Das Museum Blumenstein, das historische Museum von Solothurn. Da es Sonntag ist, kann man die Räumlichkeiten bereits ab 10 Uhr besichtigen. Während der Woche von
Dienstag bis Samstag hat das Museum Blumenstein von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Statt uns zu Fuß auf den Weg zu machen, setzen wir uns kurzum ins Auto. Nass werden wollen wir nicht unbedingt. Der Weg zum Museum ist sehr gut ausgeschildert. Braune
Hinweistafeln weisen uns den Weg. Nicht weit von unserem Ziel entfernt ist die Kantonsschule, auf deren Parkplatz wir den Wagen abstellen, uns die Regenschirme schnappen und
schnell zum Blumensteinweg eilen. Hier ist das Historische Museum der Stadt Solothurn zu finden. Es ist ein repräsentativer Bau, vor dessen Tür ein kleines bepflanztes Rondell
angelegt wurde. Ein paar Stufen führen hinauf zu den beiden große Holztüren, durch die wir in die elegante Empfangshalle von Blumenstein kommen. So müssen sich die Gäste
gefühlt haben, die seinerzeit mit der Kutsche vorgefahren kamen. Auffallend ist in der Eingangshalle die Steintreppe, die in den ersten Stock führt. Dort waren einst die Gästezimmer
untergebracht. Direkt neben der Halle hat sich de Museumsshop eingerichtet.
Von der Eingangshalle gehen wir weiter geradeaus, direkt in den „Steinernen Saal“. Tonplatten am Boden und Tannenholz an den Wänden geben dem Speisesaal eine sehr warme
Note. Die Einrichtung mit Bildern und Teppichen an der Wand ist eher gediegen. An den Speisesaal grenzt der „Grüne Salon“, der seinen Namen der grünen Seidenstofftapete zu
verdanken hat. Der Raum ist eingerichtet wie in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts üblich. Kerzenleuchter über dem Kamin. Ein Spinett steht mitten im Raum, darum platziert
Tische und kleine Bänke. War dieser Raum schon luxuriös, werden wir im „Roten Salon“ wahrlich erschlagen von der ganzen Pracht. Ein riesiger Spiegel hängt an einer der Wände.
Auch hier stehen mit Flügel und Harfe Musikinstrument im Raum. Überall an den Wänden hängen Porträts und großformatige Bilder. Der Raum kann gemietet werden, steht im
Prospekt. Sicherlich ein tolles Ambiente für seinen stilvollen Empfang, von denen die Besitzer, die Familie Stäffis-Mollondin, sicherlich viele gegeben haben. Direkt neben dem
Salon hatte die Familie das Schlafzimmer mit einem riesigen, roten Himmelbett.
Über die steinerne Treppe im Eingangsbereich gehen wir nach oben. Hier ist der Museums-Charakter des Hauses etwas deutlicher zu spüren. Die alte Apotheke der
Franziskanerinnen ist hier aufgebaut, ein Modell der Stadt Solothurn wie sie im Jahr 1830 aussah und ein Modell der St. Ursenkirche. Wer sich hier bückt, kann die
wunderschöne barocke Kirche nicht nur von außen bewundern, sondern auch einen Blick in den Innenraum des Gotteshauses erhaschen. Von oben – ganz nach oben geht
es leider nicht, hier ist der Zugang nicht gestattet – geht es in den Keller. Hier haben die Verantwortlichen für das Museum Blumenstein die Küche aus dem frühen 20.
Jahrhundert erhalten, samt Kohleherd.