Flüsse - Aare



291 Kilomter ist die Aare lang, vom Aargletscher im Grimselgebiet, wo sie entspringt, bis sie bei Koblenz in der Schweiz in den Rhein mündet. Damit ist die Aare der längste schweizerische Fluss. Das Gefälle auf diesem Weg beträgt insgesamt 1565 Meter. Dabei durchquert die Aare den Brienzersee und den Thunersee, fließt weiter durch das Aaretal nach Bern, um die Altstadt und von dort in den Wohlensee. Hier wird sie gestaut und dient der Stromgewinnung. Von hier aus geht es weiter durch den Hagneck-Kanal, der künstlich angelegt wurde, in den Bielersee und dann den Nidaukanal. Mit den beiden Kanälen hat man das Berner Seeland vor weiteren Überschwemmungen und der Gefahr der Versumpfung bewahrt.

Wieder im alten Flussbett, geht es entlang dem Jura Richtung Solothurn sowie unter anderem vorbei an Wangen an der Aare, Aarwangen, Olten und Aarau. Als „Wasserschloss“ der Schweiz wird jenes Gebiet bezeichnet, in dem die Aare die Reuss und den Limmat aufnimmt. Hier kommen die wasserreichsten Flüsse des Landes zusammen. Durch eine Klus im Jura erreicht die Aare schließlich ihr Ziel, den Rhein. 590 Kubikmeter Wasser pro Sekunde fließen von der Aare in den Rhein, der an dieser Stelle selbst nur 439 Kubikmeter Wasser pro Sekunde führt. Genutzt wird die Aare in der Schweiz vor allem zur Energiegewinnung. Zudem nehmen die Kernkraftwerke entlang des Flusslaufs das Wasser zur Kühlung.